Biergeschichte

Vom gegorenen Saft zum Genussgetränk

Das Naturprodukt Bier ist seit seiner Entstehung vor 5000 Jahren weit gereist. Dabei hat es sich, auch mit Rückschlägen, zum Genussgetränk entwickelt, das es heute ist.

3000 v. Chr. in Mesopotanien von den Sumerern zum ersten Mal gebraut, gelangte es in die Hände der Babylonier, die gesetzliche Regelungen fürs Bierbrauen und -konsumieren aufstellten. Von dort setzte es seinen Weg via Ägypten, Griechenland bis nach Rom fort. Dort ungeliebt, erfreuten sich hingegen insbesondere die Gallier und Germanen ob dem gegorenen Saft.

In der Zeit zwischen der Völkerwanderung und dem hohen Mittelalter stellte jeder Haushalt sein eigenes Bier her. Die Frauen brauten es so selbstverständlich wie sie Brot backten. Ab dem 9. Jahrhundert stellten auch Klöster Bier her und das zunehmend in so hervorragender Qualität, dass sie zur Konkurrenz für das Gastgewerbe und deshalb verboten wurden. Dieses Verbot aus dem 15. Jahrhundert ebnete den modernen Brauereien den Weg.

Dank einer Bewilligung wurde der Kanton Bern im 17. Jahrhundert Vorreiter für die gewerbsmässige Erstellung von Bier in der Schweiz. Eine eigentliche Brauindustrie kam aber erst mit der Erfindung der Dampfeisenbahn in Gang. Sie gewährleistete kürzere Transportzeiten zwischen Getreideanbauern, Bierbrauern und Händlern.

Die 1875 erfundene Kühlmaschine revolutionierte den Brauereimarkt. Sie ermöglichte eine ganzjährige Produktion mit gleichbleibender Bierqualität. Die ersten in Flaschen abgefüllten Biere gab es im Jahre 1892.

Seit 1885 hatte in der Schweiz das Bier den Wein als Nationalgetränk endgültig verdrängt. Mit den technischen Errungenschaften breitete sich unter den Brauereien ein harter Konkurrenzkampf aus.

Für alle, die es ganz genau wissen wollen: Biergeschichte

Quelle: Schweizer Brauerei-Verband