Entstehungsgeschichte
1te Generation 1881 - 1902
2te Generation 1902 - 1926
3te Generation 1926 - 1972
4te Generation 1972 - 1993
5te Generation 1993 - ????


J.G. Hemmann / 1838 - 1901
1838 – 1te Generation - Der Gründer
Der Bierbrauer Johann Gustav Hemmann (1838-1901) führte von 1860 bis 1865 die Brauerei zum weissen Rössli (1845-1896) in Würenlingen im Kanton Aargau und wechselte danach in die Brauerei Schloss Reichenbach in Zollikofen bei Bern.

Sein Ziel war aber die Selbständigkeit. So erwarb er im Jahre 1881 durch Abtausch seiner Besitzung, des Restaurants "Halbmond" in Bern, die Liegenschaft in der Felsenau, die eine Brauerei mit primitiver Einrichtung sowie eine kleine Brennerei und Gerberei enthielt. Schon in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts ist auf diesem Gelände Hopfen angebaut worden und der Bierbrauer Lanz hat schon vor 1881 in diesen Räumlichkeiten Bier gebraut.

Johann Gustav Hemmann  erwarb Liegenschaften und Land in der Felsenau, dem heutigen Standort der Brauerei, und begann das "Hemme-Bier" zu brauen.


1881 – Gründung der Brauerei Felsenau
Johann Gustav Hemmann hat jedoch die Hopfenpflanzung sowie die Brennerei und Gerberei aufgegeben, um sich umso intensiver dem Bierbrauen widmen zu können. Die erste Absatzstelle für sein Bier war die Brauereiwirtschaft in der Felsenau selbst, die von seiner Frau geleitet wurde. Das als "vortrefflich, delikat und fein" bekannte Felsenau Bier erfreute sich zunehmender Beliebtheit und wurde schon bald in 10 Wirtschaften in der Stadt Bern ausgeschenkt.

1891 – Die Brauerei Felsenau hat als eine der ersten Schweizer Brauereien eine Kunsteismaschine zum Einsatz gebracht. Mittlerweile arbeiten auch schon die beiden Söhne des Gründers, Gustav Hieronymus und Rufolf Hemmann, im väterlichen Unternehmen mit. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Sicherung des Absatzes geschenkt. So wurden in Bern zahlreiche Restaurants gekauft und mit Felsenau beliefert.

Im Jahre 1901 starb der Firmengründer und hinterliess sein Geschäft seinen beiden Söhnen.

 


Gustav Hieronymus Hemmann
(1863-1926)
1902 – 2te Generation
Rudolf Hemmann entschloss sich nach kurzer Zeit, aus dem Geschäft auszusteigen. Somit wurde Gustav Hieronymus Hemmann (1863-1926) zum Alleininhaber der Brauerei. Unter seiner zielstrebigen Leitung vergrösserte sich der Kundenkreis rasch und der technische Ausbau der Brauerei machte Fortschritte. Gustav Hieronymus Hemmann führte das aufstrebende Unternehmen durch die schwierige Zeit des ersten Weltkrieges und verhalf ihm zu neuem Aufschwung nach diesen Krisenjahren.  Nach dem Tod des Gründers übernahm der Sohn Gustav Hieronymus Hemmann (1863-1926) die Geschicke der jungen Firma. Bis zum ersten Weltkrieg wurden fleissig Restaurants aquiriert, um für entsprechende Absatzmöglichkeiten zu sorgen.


Gustav Hieronymus Hemmann führte das aufstrebende Unternehmen durch die schwierige Zeit des ersten Weltkrieges und verhalf ihm zu neuem Aufschwung nach diesen Krisenjahren.


1911 – Eigener Geleiseanschluss
1914 – Die ersten Lastautos
1911 erhielt die Brauerei einen eigenen Gleisanschluss an die Solothurn-Zollikofen-Bern-Bahn und 1914 wurden die Ochsen- und Pferdegespanne durch einen ersten Lastwagen ersetzt.


(1892-1963) (1895-1972)
1926 – 3te Generation
Nach seinem Tod im Jahre 1926 übernahmen seine beiden Söhne Gustav (1892-1963) und Willy Hemmann (1895-1972) den Betrieb. Unter deren Leitung wurde zuerst das Sudhaus umgebaut und mit modernen Einrichtungen versehen. In den letzten Vorkriegsjahren wurden in weiser Voraussicht auf die sich abzeichnende Bedrohung grosse Malzsilos gebaut. Diese waren einen Monat vor Kriegsausbruch gefüllt und trugen massgeblich dazu bei, dass die Brauerei den Betrieb während der Kriegsjahre aufrechterhalten konnte.


1955
Am 1. Oktober 1955 wurde die Brauerei Felsenau von einer Kollektivgesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Im selben Jahr wurde auch eine eigene Pensionskasse gegründet.



Während des Krieges musste der Stammwürzgehalt schrittweise bis auf 6% reduziert werden.

1941
setzte der Bundesrat die Biersteuer von 6 auf 12 Rappen pro Liter. Die Belastung des Biers durch die Biersteuer und Zollzuschläge betrug damals 18 Franken pro Hektoliter, was nahezu 50% des Engros-Preises ausmachte. Erst per 1. Oktober 1944 wurde diese Erhöhung rückgängig gemacht. Gegen Ende des Krieges wurde der Beschäftigungsgrad durch Rohstoffknappheit und Umsatzrückgang drastisch eingeschränkt, sodass die Geschäftsleitung für zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten sorgte. Neben dem Einlagern und Verkaufen von Most wurde das Personal für den Arbeitseinsatz im Rahmen der Anbauschlacht (Plan Wahlen) zur Verfügung gestellt. Als Anbauschlacht wurde die planmässige Förderung des landwirtschaftlichen Mehranbaus und der Ertragssteigerung zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung beziehungsweise zur Umstellung auf Selbstversorgung während des zweiten Weltkriegs bezeichnet.

Während des 2. Weltkrieges wurde die Produktion trotz grossen Schwierigkeiten aufrecht erhalten.

In den Nachkriegsjahren galt es einerseits, die Anlagen zu modernisieren und den Betrieb zu stabilisieren, und andererseits den Veränderungen im schweizerischen Getränkemarkt Rechnung zu tragen. So musste wegen der Verlagerung vom Fassbier zum Flaschenbier und der Verschiebung des Absatzes von den Gaststätten zum Heimkonsum auch die Kapazität der Flaschenabfüllanlagen gesteigert werden.

1960
In den 60er-Jahren wurden sämtliche Anlagen modernisiert.

In den von einer starken wirtschaftlichen Expansion gekennzeichneten 60er Jahren hat die Brauerei Felsenau einen 12-Jahresplan für die vollständige Erneuerung der technischen Anlagen aufgestellt. So wurden unter anderem neue Lagerkeller erstellt, die Fasskeller-Abteilung, die Wasseraufbereitung, die Schroterei und das Sudhaus erneuert und zum Ende dieser Phase die komplette Flaschenabfüllanlage modernisiert.

Am 28. März 1963 starb Gustav Hemmann, dem die technische Leitung des Betriebs oblag.


Heinz Hemmann (1926-1992) /
Max Hemmann
1972 – 4te Generation
Gustav Hemmann Nachfolger wurde Heinz Hemmann, der sich in Weihenstephan zum Brauer ausbilden liess und bereits 1953 als erster Angehöriger der vierten Generation als Brauführer in den Betrieb eintrat.

Noch vor Abschluss der Bauperiode wünschte die Familie des verstorbenen Gustav Hemmann aus dem Geschäft auszusteigen. So konnte Willy Hemmann am 26. November 1971 das Geschäft als Alleinbesitz übernehmen. Schon kurze Zeit später verstarb er am 8. Januar 1972 und hinterliess den Betrieb seinen beiden Söhnen Heinz und Max Hemmann und seiner Tochter Silvia Hemmann, die sich ganz im Sinne ihres Vaters für die Brauerei einsetzten.

Die operative Führung übernimmt Heinz Hemmann (1926-1992) und Max Hemmann.

Sivia Simon-Hemmann bleibt im Hintergrund.

Am 28. März 1963 starb Gustav Hemmann, dem die technische Leitung des Betriebs oblag. Sein Nachfolger wurde Heinz Hemmann, der sich in Weihenstephan zum Brauer ausbilden liess und bereits 1953 als erster Angehöriger der vierten Generation als Brauführer in den Betrieb eintrat. Noch vor Abschluss der Bauperiode wünschte die Familie des verstorbenen Gustav Hemmann aus dem Geschäft auszusteigen. So konnte Willy Hemmann am 26. November 1971 das Geschäft als Alleinbesitz übernehmen. Schon kurze Zeit später verstarb er am 8. Januar 1972 und hinterliess den Betrieb seinen beiden Söhnen Heinz und Max Hemmann, die sich ganz im Sinne ihres Vaters für die Brauerei einsetzten.

Als solides, regional verankertes Familienunternehmen hat die Brauerei Felsenau auch in der Konzentrationswelle der schweizerischen Brauindustrie der 70er Jahre ihre Selbständigkeit bewahren können. Veranlasst durch den Konjunktureinbruch wurde Mitte der 70er Jahre der Sektor der alkoholfreien Getränke ausgebaut. Das Angebot umfasst ein breites Sortiment an Mineralwasser, Süssgetränken, Obst- und Fruchtsäften.

Als solides, regional verankertes Familienunternehmen hat die Brauerei Felsenau auch in der Konzentrationswelle der schweizerischen Brauindustrie der 70er Jahre ihre Selbständigkeit bewahren können. Veranlasst durch den Konjunktureinbruch wurde Mitte der 70er Jahre der Sektor der alkoholfreien Getränke ausgebaut. Das Angebot umfasst ein breites Sortiment an Mineralwasser, Süssgetränken, Obst- und Fruchtsäften.

1972
Vollständige Erneuerung der Flaschenabfüllanlage.

Zu dieser Zeit vertreibt die Brauerei Felsenau neben den eigenen Bieren auch alkoholfreie Getränke, andere Schweizer und ausländische Biere, alkoholfreie Biere und ein kleines Sortiment an Wein. Oberstes Ziel der sympathischen kleinen Regionalbrauerei ist die Selbständigkeit. Nach dem Motto "Innovation statt Stagnation" wird das Dienstleistungsangebot ständig optimiert und erweitert und durch das Verfolgen der Nischenstrategie wird die Unabhängigkeit und die Arbeitsplätze langfristig gesichert. 

Am 20.12.1992 starb Heinz Hemmann, dem die Gesamt Leitung der Firma oblag.


Martin Thierstein-Hemmann /
Stefan Simon

1993 – 5te Generation
Im Jahre 1993 übernahmen Stefan Simon und Martin Thierstein als Vertreter der fünften Generation die Leitung des Unternehmens.


1994
Austritt von Max Hemmann aus der Firma.

1995
Erneuerung des Flaschengeschäfts

2001
Erneuerung Dampfkessels

2005
Erneuerung Eisspeicher und Kälteanlage

Oberstes Ziel der sympathischen kleinen Regionalbrauerei ist die Selbständigkeit. Nach dem Motto "Innovation statt Stagnation" wird das Dienstleistungsangebot ständig optimiert und erweitert und durch das Verfolgen der Nischenstrategie wird die Unabhängigkeit und die Arbeitsplätze langfristig gesichert.




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